Liebe Lehrer, Schüler und Eltern,

unsere Schule bleibt erhalten. Das hat der Rat der Stadt an diesem Dienstag (29.09.2015) mit 26 zu 23 Stimmen Mehrheit beschlossen.

Formal gesprochen: Der Schulentwicklungsplan wurde für die kommenden fünf Jahre unter Beibehalt aller bestehenden weiterführenden Schulen in Lechenich und in Liblar und ohne die Einrichtung einer Gesamtschule in einem dieser Schulzentren beschlossen.

Die Mühen der vergangenen Monate haben sich also gelohnt. Die CDU und die FDP haben sogar – verknüpft mit der Abstimmung zum Schulentwicklungsplan – die Bau- und Renovierungsarbeiten an unserer Schule priorisiert und als Antrag an die Verwaltung eingebracht. Das heißt, wir dürfen darauf hoffen, dass unsere Schule nun auch äußerlich wieder attraktiver wird.

Für Sie als Lehrer ist damit der Arbeitsplatz an unserer Schule sichergestellt. Für unsere Kinder ist die Kontinuität bis zum Abitur gewährleistet. Und wir Eltern freuen uns, dass „unsere“ Schule Teil des „gallischen Dorfes" Lechenich und seiner Kultur bleibt.

Dennoch, es liegt noch ein Weg vor uns. Die Schule genießt keinen sehr guten Ruf in der Stadt. Mit unseren Arbeitskreisen haben wir schon viel bewegt, einiges davon wird in den kommenden Wochen sichtbar werden. Den Tag der offenen Tür werden wir nutzen um zu zeigen, wie gut unsere Schule wirklich ist – wir Eltern werden unseren Teil dazu beitragen. Doch auch schwierige Themen – weil wir sie nicht alleine in der Hand haben – erwarten uns: Der erneute Versuch einer Kooperation mit dem Villegymnasium, diesmal unter neuen Rahmenbedingungen. Aber auch eine noch intensivere Kooperation mit unserer Realschule und auch mit der Hauptschule, damit alle Kinder, die unser Schulzentrum besuchen, möglichst hohe Bildungschancen erhalten. Darüber hinaus gibt es weitere Themen und Ideen, die bearbeitet werden wollen, aber den Rahmen dieser Mail sprengen würden.

All denen, die in den vergangenen Monaten ihr Privat- und teilweise auch Berufsleben in den Hintergrund gestellt haben, damit unsere Schule erhalten bleibt, sage ich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich Danke! Beteiligt waren sehr viele Eltern, Lehrer und Schüler, und gerade wegen dieser Gemeinschaftsleistung haben wir es geschafft. Das ist ein schönes Beispiel dafür, dass man ein „Wir-Gefühl“ nicht in Meetings herbeireden oder in Programmen festschreiben kann, man muss einfach Dinge bewegen und dies gemeinsam tun. In diesem Sinne hoffen wir Eltern darauf, dass der Zusammenhalt, den wir uns in den vergangenen Monaten erarbeitet haben, erhalten bleibt. Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte, mit denen wir unsere Schule voranbringen werden.


Viele Grüße
Ralf Zöll